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So reagieren Schulen im Landkreis Bautzen auf die künftige Dauerbeflaggung

Bautzen. Mit dem mehrheitlichen Beschluss in der jüngsten Kreistagssitzung ist klar, vor welchen Schulen in Trägerschaft des Landkreises Bautzen künf…

Fakten

  • Der Landkreis Bautzen wird für etwa 2500 Euro vor den beiden Verwaltungsgebäuden des Landratsamtes an der Bahnhofstraße in Bautzen sowie an der Macherstraße in Kamenz die Europa-, die Bundes- und die Landesflagge sowie die Flagge der Sorben dauerhaft hissen.
  • Die Dauerbeflaggung soll ein „sichtbares Bekenntnis zu Heimat und Kultur“ zeigen.
  • Der Schülerrat des Radeberger Gymnasiums lehnt die Dauerbeflaggung ab, da sie von zentraler Stelle festgelegt wird und nicht den individuellen Bedürfnissen der Schule entspricht.
  • Der Schülerrat des Humboldt-Gymnasiums Radeberg glaubt, dass die Flaggen ein grundlegenden Einfluss auf die Atmosphäre am Gymnasium haben werden und möchte, dass diese Veränderungen vor der Schule der Schulgemeinschaft im Nachhinein erläutert werden.
  • Der Schülerrat des Bischofswerdaer Gymnasiums begrüßt die Dauerbeflaggung, da sie Zusammenhalt, Einheit und Solidarität symbolisiert.
  • Die Flaggen sollen nicht nur an bestimmten Anlässen gezeigt werden, sondern auch als Teil des Schulbildes.
  • Es gibt Kritik an der Verwendung öffentlicher Mittel für die Dauerbeflaggung, da es an grundlegenden Dingen wie moderner Technik, guter Ausstattung oder Schulsozialarbeit fehlt.
  • Einige Schüler könnten sich durch eine dauerhafte Präsenz der Deutschlandflagge potenziell ausgegrenzt fühlen und nationalistische oder übersteigerte patriotische Einstellungen fördern.
  • Der Landkreis Bautzen hat die Entscheidung für die Dauerbeflaggung als demokratisch mehrheitliche Entscheidung betrachtet.